Behaglichkeitsgutachten unter Berücksichtigung der Einhaltung von Normwerten

Das Fatale an der Klimatechnik ist: Wenn sie funktioniert, merkt´s keiner.

Leider gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass diese Zielsetzung verfehlt wird.
Raumnutzer klagen über Zugluft, zu warme, zu kalte Innenräume oder zu trockene Luft, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Kratzen im Hals, ….. Die geäußerten Beschwerden sind vielfältig.


Die Haustechniker geben meist ihr Bestes, aber manchmal sind trotz aller Bemühungen die Probleme einfach nicht in den Griff zu bekommen. Trotzdem wartet man oft sehr lange bis Unterstützung von außen geholt wird. Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Die Raumnutzer haben Bedenken als „ewige Meckerer“ abgestempelt zu werden
  • Die Haustechniker haben Bedenken, dass ihre Arbeit kritisiert wird
  • Die Unternehmensleitung hat Bedenken, dass dann Unsummen in die Haustechnik investiert werden muss

Selbst wenn man sich dazu „durchgerungen“ hat uns zu beauftragen sind wir trotz unserer Fachkompetenz und Erfahrung nicht immer gern gesehene Gäste.

Wie gehen wir das Problem an?

Zunächst einmal suchen wir das Gespräch mit allen Beteiligten. Viele Nutzer sind dann froh, dass „endlich etwas geschieht“ und die Situation entspannt sich meist schon merklich. Ausgehend von den geäußerten Klagen der Raumnutzer werden

  • Bauphysik des Gebäudes
  • Innenraumklima
  • Anlagenauslegung und -planung
  • Anlageninstallation
  • Anlagenwartung

einer Prüfung unterzogen und mit geltenden gesetzlichen Vorschriften, Normen und Richtlinien abgeglichen. Ggf. werden Messungen durchgeführt und eine Fotodokumentation erstellt. Hierbei geht es in erster Linie um die Aufnahme und Dokumentation des Ist-Zustandes.

Ursache und Lösung

Ziel unseres Gutachtens sind niemals Schuldzuweisungen, sondern sachliche Feststellung möglicher Ursachen. Diese können vielfältig sein:

  • möglicherweise wurden Büroräume mit mehr Personal als geplant und damit auch mehr technischem Equipment ausgestattet oder Büros wurden zu intensiv genutzten Besprechungsräumen umgenutzt, so dass die Kälteleistung der Klimaanlage nicht mehr ausreichend ist oder
  • in kombiniert genutzten Fertigungs- und Prüfhallen ergeben sich aufgrund ungleich verteilter Wärmlasten erhebliche Zugerscheinungen oder
  • in einem Bürogebäude treten im Winter nach Austausch der Anlagentechnik in Fensternähe Zugerscheinungen auf; Luftauslässe sind nicht mehr dort angeordnet wo sie vorher waren; oder usw.
  • durch unsachgemäße Bedienung der Fernbedienung durch die Raumnutzer fällt die Anlagentechnik häufig aus usw.

 Diese Liste lässt sich beliebig fortschreiben. Ist die Ursache bekannt, so kann an kreativen Lösungsansätze gearbeitet werden. Oftmals helfen schon minimale und geringinvestive Veränderungen um eine deutliche Verbesserung herbeizuführen. Oftmals übernehmen wir die Rolle des Vermittlers und informieren Raumnutzer sachlich und neutral über mögliche Ursachen von Behaglichkeitsbeeinträchtigungen und Lösungsansätze.